Was gibt es neues?  (Stand Februar 2012)

Auf dem Gelände Reitstall Wallenhauer und Renault-Werkstatt sind zwei neue und auch ansehnliche Gewerbebauten entstanden. Im November 2010 eröffnete dort ein REWE-Nahversorgungszentrum mit Getränkemarkt. Es gibt sehr gute Parkmöglichkeiten. Zugleich wurde auch der Auerbacher Tunnel für zwei Jahre bis Ende 2012 wegen Bauarbeiten gesperrt.  Somit fehlen REWE viele potentielle Kunden aus  Westend. Auch ist der nächste Kaiser-Supermarkt nur 300 m entfernt. Die Anwohner hoffen, dass beide überleben.
Auch durch eine Reinigungsannahme
und das Café von Luck im einem der neuen Gebäude ist das Gelände aufgewertet.

Der Südausgang des S-Bahnhofs Grunewald ist nicht geöffnet worden. Er würde den Zugang zu den Einkaufszentren erleichtern. Immerhin ist er nicht zerstört worden und steht eventuell für zukünftige Planungen noch zur Verfügung.

Der Grunewalder Bahnhofsausgang ist lebendiger geworden. Es gibt einen portugiesischen Blumenhändler, dessen Blumenbestecke hinsichtlich Ansehnlichkeit und Haltbarkeit weithin gerühmt werden.
Anstelle der ehemaligen Drogerie gibt es eine Pizzabäckerei, deren Betreiber sich mit guter südländischer Laune und schmackhaften Pizzen und Eisverkauf einen Namen machen.
Auch der ehemalige Zeitungskiosk wurde ausgebaut und an einen jungen türkischen Obstverkäufer vermietet, der sich in Selbstausbeutung und mit stets frischer Ware gegen die beiden Supermärkte in der unmittelbaren Nachbarschaft behauptet. Insbesondere ist der immer frisch gepresste Orangensaft sehr zu empfehlen. 

Am S-Bahnhofstunnel am Ausgang nach Westend gibt es inzwischen zwei Aufzüge. Jetzt ist der Grunewald barrierefrei zu erreichen. Das Lokal Scheune ist eine gute Adresse, und das hat sich herumgesprochen. Platzreservierungen sind inzwischen ratsam. Die Chefs sind kundenorientiert, die Bedienungen ansehnlich und ausgesprochen freundlich, die Küche bürgerlich und relativ preiswert, das Scheunensteak riesig.

 Das Gelände des ehemaligen Güterbahnhofs ist zwischenzeitlich durch die neue Hilde-Ephraim-Straße erschlossen. Die meisten Grundstücke sind verkauft und es wird fleißig gebaut. Zwei Häuser von ca. 80-100 geplanten sind fertig, ca. 10 im Bau. Es sind noch einige Grundstücke für ca. 600 Euro/qm auf dem Markt. Eine Beurteilung, ob man dort bauen und wohnen möchte, vermag ich nicht abzugeben. Die Nähe zur Bahn und der dominierende Erdwall sind zu beachten, aber die Gegend ist gut.

Das Restaurant Floh funktioniert auch nach der Übernahme durch einen neuen Betreiber (ab Oktober 2007)
wie eh und je - zur Freude der Gäste. Die bürgerliche Küche ist gut, das Bier mit 2,40 0,3 l ist offensichtlich bezahlbar und wenn Hertha spielt, ist der Sky-Beamer an.
 
Leider verstarb am 2.1.2012 der frühere langjährige Wirt  Wolfgang Berger nach schwerer Krankheit.

Einleitung:  (Mai 2010)

Dieser Bericht ist ein ungefährer chronologischer Ablauf, wie sich Bürger in Stadtplanung einmischten und akzeptablen Erfolg hatten.
Viele der Standpunkte sind inzwischen überholt oder verwirklicht. 
Es sollen hiermit bewusst auch Irrtümer und inhaltliche Fehleinschätzungen der Verfasser  nicht verschwiegen werden.

Jedoch: hätten wir nicht die Initiative ergriffen, wäre heute der Vorplatz S-Bahnhof Grunewald und das Mahnmahl Gleis 17 nicht wiederzuerkennen. 
Es gäbe kein Restaurant und Biergarten Floh mehr, kein Kietz-Gefühl. 
Vielleicht gäbe es jetzt vergleichbar mit dem Steelenfeld eine breite neue Auffahrt, Imbissbuden und Souvenirläden. 
Und stündlich hielte dann der Bus der Stadtrundfahrten.  

Wer immer sich über (lokale) Politik mokiert: Ohne Unterstützung und Einmischung der BVV hätten unsere Bemühungen keinen Erfolg.
Das muss anerkannt werden, unabhängig der Couleur und Weltanschauung.

Inzwischen hat sich auf der anderen Straßenseite und an der Auerbacher Straße allerhand verändert. Dem Reitstall Wallenhauer wurde per 2009 gekündigt und geschlossen. Einige Monate später starb Manfred Wallenhauer unerwartet an Herzversagen. 
Der Renault-Händler in der Auerbacher Straße musste ebenfalls das Feld räumen und die Gebäude abreißen.
Inzwischen ist dort ein "Nahversorgungszentrum" gebaut. 

Dabei entdeckten die Anwohner, dass auf dem Gelände der 1961 geschlossene Südausgang des S-Bahnhofs Grunewald in noch guter baulicher Verfassung vorhanden ist. Diesen wollte die Bahn in einem Planfeststellungsverfahren nahezu unbemerkt entwidmen.
Mit Unterstützung der  Bezirksverordneten von CH-WI versuchen die Anwohner jetzt die Wiedereröffnung dieses Bahnzuganges einzutreten. 

Neben den Anwohnern werden sich insbesondere auch 
die Besucher zahlreicher Veranstaltungen im Blindenverein und Ausflügler zum Hundekehlen- und Grunewaldsee daran erfreuen können.

nähere Infos hier: http://www.dobat.de/Grunewald/s-Bahn_suedausgang_grunewald.htm

 

Nachträgliches Vorwort: (April 2007)

Diese Seite wurde geschaffen, um die interessierten Anwohner und Bürger zu informieren, wie Behörde und Bahnnachfolger einen wunderschönen urbanen Platz verändern wollten. Dieses Projekt ist durch den begründeten Widerstand der Anwohner stark verzögert und modifiziert worden. 

Wie in vielen Bereichen sind einige der Entscheidungsträger in Politik und Wirtschaft auf inzwischen anderen Posten und die Interessenlagen haben sich geändert. 

Es ziehen aber neue Wolken am S-Bahnhof Grunewald auf:  
Dieser wunderschöne Bahnhof mit einigen angrenzenden Grundstücken ist von der

  Vivico Real Estate GmbH
an Investoren verkauft worden.


Vivico
ist eine Immobiliengesellschaft mit einem Portfolio von rund 220 Liegenschaften. Eigentümer der Vivico sind das Bundeseisenbahnvermögen (94,99 %) und die Bundesrepublik Deutschland (5,01 %). Vivico wurde 2001 gegründet, um über das Instrument der Privatisierung ein Immobilienportfolio ertragsoptimal zu veräußern.  

Gleichzeitig wurde Gewerbemietern gekündigt. So wurde z.B. dem Betreiber des Restaurant Floh Mitte Dezember 2006 per 28.2.2007 - nahezu fristlos - gekündigt. Erst nachdem ihm weitere Zugeständnisse abgefordert wurden, wurde der Räumungstermin auf den 31.8.2007 verschoben. Nach 28 Jahren muss der Wirt nicht nur das Grundstück verlassen. Auch seine Aufbauten, das Restaurant, der Biergarten und weitere Gebäude sollte er nahezu entschädigungslos den Käufern überlassen.

Aber ganz so schlimm wurde es nicht. Er hat sich mit seinem Nachmieter einigermaßen fair geeinigt.

Per 1.9.2007 ist  die Gaststätte an den  Betreiber der Gaststätte Piefke gegenüber dem S-Bahnhof Halensee übertragen worden. Damit wurde der irgendwann anstehende Auszug von dem Güterbahnhofsgelände kompensiert, weil dort das Bauhaus das Gelände übernommen hat und bauen will. Hinsichtlich der Übergabe haben sich der ehemalige Betreiber und der Übernehmer geeinigt. Es ist vorgesehen, dass baulich einiges verändert wird. 

Vom langjährigen Personal ist ein Teil der  Bedienung und Küche bisher verblieben. Eine der Damen ist auf der anderen Bahnhofsseite, d.h. in der "Scheune" zu finden.  

siehe auch www.RestaurantFloh.de

Der eigentliche Skandal dieser Privatisierung:  Der Eigentümer und langjährige Bewirtschafter des Restaurant wurde nicht einmal gefragt, ob er selber kaufen möchte.  Zeitgleich mit der Übergabe ist Wolfgang Berger schwer erkrankt und operiert und hoffentlich bald auf dem Weg einer Genesung. Im Restaurant Floh hat sich wenig verändert. Es ist die Nichtraucher-Verordnung, die wesentliche Änderungen bringen wird.

Aber auch hier eilte die Zeit hinweg. Auch Aurelis ist nicht mehr Eigentümer. Es gibt neue Investoren. Wen auch immer. Ein Bebauungsplan für das Grundstück 4-21 ist per 23.10.2007 rechtskräftig. Er ist in sofern vom ursprünglichen Plan abgeändert, als das die Zufahrt nicht mehr vom S-Bahnhof- Vorplatz erfolgt. Hier bleibt alles wie es war.

Inzwischen schon fast Historie (2004-2006): die Vorgeschichte einer Bahngeländeprivatisierung:

Der S-Bahnhof Grunewald soll umgestaltet werden, 
um als Zufahrt für eine neue Ansiedlung entlang der Bahn parallel zu Trabener Strasse zu dienen.  

Dieses ist kein Protest von St. Florianern,  sondern von Anwohnern, die gerade wahrnehmen, 
dass am Kanzleramt Einsteins Spruch angebracht wurde: 
"Der Staat ist für den Menschen da und nicht die Mensch für den Staat".

Die Realität ist anders.
Tatsächlich versuchen Menschen, die sich für den Staat halten,  Menschen ihren Willen aufzuzwingen, indem sie Stadtplanung machen, 
ohne den Willen und die Empfindsamkeiten von unmittelbar Betroffenen zu berücksichtigen.

Es geht es lediglich darum, der Bahn AG kurzfristig die Bilanz zu schönen. 
Selbst Bau- und Immobilienfachleute geben der Vermarktung dieses minderwertigen Grundstücks keine Chance.  
Hier wird vorsorglich ein Ortsteil beschädigt, ohne dass der vorgetäuschte Nutzen für die Gemeinschaft eintreten wird.  
Mehr noch,  durch beschämend  unehrliche - ja fast betrügerische - Projektbeschreibung werden gutgläubige Ansiedlungswillige getäuscht. 
Das führt letztlich zum Misserfolg, zu Planungsänderungen  und zu ganz anderer Bebauung oder Investitionsruinen.

Dann aber ist bereits der Platz mit seinem historischen Bezug zerstört.

Machen Sie sich selbst ein Bild:

 

Ort und Umgebung::   http://www.charlottenburg-wilmersdorf.de/aktuelles/rundgaenge/030412.html

Produktentwickler Aurelis:  http://www.aurelis-real-estate.de/global/downloads/aurelis_real2.pdf

Standpunkte der SPD und FDP in der Bezirksverordnetenversammlung CH-WI (Stand 1.2.05):   http://morgenpost.berlin1.de/content/2005/02/01/bezirke/732161.html

Hinweis: Alle Angaben nach derzeitigem Wissensstand  aber ohne Gewähr. Für die Inhalte verlinkter Seiten sind nur deren Ersteller verantwortlich. Von allen dortigen eventuellen rechtswidrigen Inhalten distanziert sich der Verfasser dieser Seiten. (Insbesondere auch von der Beschreibung der hier zur Diskussion stehenden Brache durch die Internetseite von aurelis)

22.8.2006:  Die Aurelis-Internetseite dämmert verstaubend vor sich hin. Immer noch voller Termine aus 2004-2005. Auf dem Gelände und am Bahnhofsvorplatz Grunewald hat sich bisher auch nichts verändert. Offensichtlich sind die Grundstücke doch nicht der Renner.  Täglich kommen Besuchergruppen in Bussen zum Mahnmal. Gäste sitzen vor dem Lokal. www.restaurantfloh.de . Der Platz lebt. So soll es bleiben. 
Baustadtrat Gröhler kandidiert für das Amt des Bezirksbürgermeisters CH-WI. Ich werde ihn nicht wählen.

Der Vorplatz vom S-Bahnhof            Grunewald  ist ein historisches Ensemble. Der Bahnhof ist vor einigen Jahren restauriert worden.

Die Mauer hinten rechts ist das Mahnmahl "Gleis 17". Von hier aus begann die Deportation. Die jüdischen Menschen aus ganz Berlin kamen zunächst in "Auffanglager" , meist in die Synagoge Levetzowstr. (Moabit)  und sind von dort aus zum Güterbahnhof Grunewald getrieben worden.

Dieses Ensemble zu zerstören, um eine unattraktive Wohnstrasse zu errichten, erscheint den Anwohnern als Sakrileg. Es gibt noch viele Zeitzeugen, welche ansehen mussten, wie die Juden an den Bahnhof herangeführt wurden , um in die Züge gepfercht zu werden. Dieser Platz hat so, wie er steht, eine historische Bedeutung, die nicht für das Abenteuer eines Fehlinvestments verändert werden darf.

Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Tel 9029-12203
Fax 9029-12908
E-Mail:
presse@charlottenburg-wilmersdorf.de

Pressemitteilung

Berlin, 28.12.2004

Bürgerbeteiligung zum Bebauungsplan 4-21 (ehemaliger Güterbahnhof Grunewald)

    Vom 03.01. bis zum 04.02.2005 liegt der Bebauungsplan 4-21 (ehemaliger Güterbahnhof Grunewald) öffentlich im Stadtplanungs- und Vermessungsamt der Abteilung Bauwesen im Rathaus Wilmersdorf, Fehrbelliner Platz 4, 10707 Berlin, Flurbereich vor dem Zi 4132, aus. Die Einsichtnahme ist Mo-Mi 08.30 – 16.00 Uhr, Do 08.30 Uhr – 18.00 Uhr und Fr 08.30 – 15.00 Uhr möglich. Unter Tel 9029-14130 bzw. –14101 kann auch außerhalb der Sprechzeiten Einsichtnahme vereinbart werden.

Durch den Projektentwickler wird am Mittwoch, dem 19.01.2005, um 20.00 Uhr im St. Michaels-Heim (großer Saal), Bismarckallee 23, 14193 Berlin, eine Informationsveranstaltung durchgeführt.

Baustadtrat Klaus-Dieter Gröhler:

"Auf dem rund 10 ha großen Gelände des ehemaligen Güterbahnhofs Grunewald ist durch den Bebauungsplan 4-21 die Entwicklung eines Wohngebietes geplant, das den Charakter des angrenzenden Ortsteils Grunewald aufnehmen soll. Die Erschließung soll über die geplante Straße erfolgen, die südlich in den Platz Am Bahnhof Grunewald einmündet und nördlich in Höhe der Grundstücke Trabener Straße 75/83 an die Trabener Straße anbindet. Der Bereich des Mahnmals wird nicht verändert. Zusätzlich ist ein Weg für Fußgänger und Radfahrer in Höhe des Grundstückes Trabener Straße 35 geplant."

Im Auftrag

Gottschalk

  siehe auch Pressebericht -Welt - vom 26.7.04 
http://www.welt.de/data/2004/07/26/310397.html

 

Diese Veröffentlichung war der Anlass, dass sich am 19.1. 2005 ca. 200 Personen zum "Frommen Löffel"  begaben. 

Der Veranstaltungssaal war mit ca. 200 Personen überbesetzt.  Es waren überwiegend Anwohner, aber auch Vertreter der Parteien, ehemalige anwohnende Berliner Politprominenzen, der Pächter des Restaurants Floh mit vielen Stammgästen und Pressevertreter anwesend. 

Auf dem Podium saßen die für dieses Projekt kompetenten Ansprechpersonen:

  1. Herr Klaus-Dieter Gröhler, Baustadtrat und stellvertretender Bezirksbürgermeister (CDU)
  2. Herr Mörsdorf, Geschäftsführer von aurelis,  der Projektentwicklungsgesellschaft
  3. Herr Jens Krause,   Projektleiter,  Vorstandssprecher der von aurelis beauftragten USC AG.
  4. Herr Rainer Latour Baudirektor, Bezirksamt Charlottenburg,
  5. Herr Stephan Haan, Garten- und Landschaftsarchitekt
  6. Dann noch weitere drei Mitarbeiter vom Grünflächenamt bzw. Denkmalsschutz, die aber nicht wesentlich in die Diskussion einbezogen waren

Mit soviel Bürgerbeteiligung war wohl gerechnet gewesen, so dass man auf Mikrophon und Lautsprecher verzichtete. Aber es ging letztlich auch ohne. 

Der Baustadtrat sagte von sich  selber "nomen est omen" und die Beteiligten sprachen überwiegend laut, ohne sich anzugröhlen. 

Rechts der Biergarten vom  Lokal "Floh" und die alte Straßenauffahrt, die zum Gleis 17 führt.

 

Das Mahnmal wird von Touristen häufig aufgesucht und ist an Gedenktagen mit Kerzen beleuchtet.

Dieses ist das "Gleis 17".

 

Links ist die gerade beschriebene Auffahrt

   
Vor dem Gleis sind Inschriften mit den Abfahrtstagen der Züge

Das Projekt:

Herr Krause erläuterte der auf eine Leinwand projektieren Bebauungsplan

Der Lärmschutz sei auch berücksichtigt worden. Zur Nordwestseite, parallel zur neu gebauten Regionalbahnstrecke, ist ein 7 m hoher Wall mit geplant, der dann begrünt würde.

Er rechnete ca. 200 Wohneinheiten mit geschätzten 500 neuen Bewohnern, ca. 400 Autos und ca. 1000 Fahrten täglich. Im Vergleich: die Hagenstrasse hat z.Z. ca. 10.000 Fahrten. Er konnte allerdings nicht ausschließen, dass bei Vermarktungsproblemen auch 400 - dann kleinere - Wohneinheiten entstehen.

Der Baustadtrat:

Auch Herr Gröhler hatte Visionen. 500 Neubürger in seinem Bezirk. Eigentlich wollen doch viele in Berlin-Grunewald wohnen.  Und so eine schöne Stadtbrache müsse man doch nutzen.  
http://www.welt.de/data/2004/07/26/310397.html

Der Geschäftsführer:

Herr Mörsdorf  stellte sein Unternehmen vor. Aurelis gehöre zu 49% der Bahn und zu 51 % einem Konsortium um die WestLB. Sein Unternehmen erschließt Bahnland, macht daraus in Zusammenarbeit mit den Kommunen Bauland und verkauft es an Investoren. Er selber hat das Grundstück noch nicht gesehen, denn letztlich führt er ein sehr großes Unternehmen.

Das Stadtplanungsamt:

Herr Latour  trat als Verfechter des Projekts auf. Die Geschlossflächenzahl und sonstige Parameter, d.h. das Verhältnis Grundstück zur bebauten oder bewohnbaren Fläche, sei mit 0,5 festgelegt worden. Das wäre die im Grunewald übliche Bebauungsdichte.  Auch wäre das eine gute Gelegenheit, den doch von ihn als hässlich angesehenen S-Bahnhof Vorplatz zu verschönern.

Der Landschaftsarchitekt:

Herr Haan zeigte seinen neuen Plan von der Umgestaltung des S-Bahnhof Vorplatzes auf der Leinwand. Endlich könne man dieses Toilettenhaus auf dem Mittelplatz abreißen, die Mittelinseln zusammenführen, die Gehwege verbreitern. Offensichtlich kannte er den Platz im Sommer mit seinen Fliederbüschen, mächtigen Bäumen  und seinen Rosensträuchern nicht aus eigenem Erleben.  
Eigentlich eine logische Reaktion
. Wenn man das Angebot erhält, einen Platz zu erneuern, dann muss man auch für eine Veränderung  Partei ergreifen.

Das Podium trägt vor:

Visionär sprach Herr Krause von Stadtvillen, Doppelhäusern und hochwertiger Bebauung. Geplant ist eine Strasse vom S-Bahnhof Grunewald, die im bisherigen Biergarten des Restaurants „Floh“  beginnt und nach ca. 1000 m  Höhe bezirklicher Bauhof wieder in die Trabener Str. einmündet.  Die Strasse wäre 12 m breit, alle 15 m würden Bäume gepflanzt, links und rechts entstände die hochwertige Bebauung.

 

Die Bürger hörten diszipliniert aber mit zunehmendem Ärger den Ausführungen zu, bis Herr Gröhler die Diskussion eröffnete.

 

Wenn man dann die Auffahrt weiter hoch fährt, erreicht man ein Rampe. Hier wurden vor einigen Jahren Autoreisezüge nach Hannover und Dortmund abgefertigt und die alte Kopfsteinstrasse hat die vielen Pkw unbeschadet verkraftet. 

Diese Dienst wurde eingestellt, weil die Gedenkstätte durch den Autoverkehr beeinträchtigt war. Möglicherweise stellte die Bahn diesen beliebten Dienst auch nur ein, um dieses Grundstück erschließen zu können.

 

Auch die Lkw, die den Güterbahnhof abräumten, hinterließen keine Spuren.

 

 

Mahnmal:

Die erste Wortmeldung galt dem Mahnmahl. Während jetzt die originale Auffahrt zu Gleis 17 das grausige Geschehen der letzten Deportationsjahre nachvollziehen lässt, wird dieser Eindruck durch eine neue Strasse unmittelbar daneben verfälscht. Und wenn man dann neben dem Gleis 17 steht, dann blickt man auf einen Supermarkt, Stadtvillen und einen begrünten Schallschutzwall. Zum Gesamteindruck des Mahnmahles gehört auch der Blick über die Weite der Schienenstränge, hier begann eine Fahrt ins Nichts.
http://www.charlottenburg-wilmersdorf.de/wissenswertes/gedenktafeln/bhf_grunew.html

Die Teilnehmer melden sich zu Wort
Am Ende der Rampe erkennt man den ca. 1 km langen Brachstreifen. Dadurch soll mal eine Strasse führen und linke und rechts sind Stadtvillen geplant.

Rechts ist eine Baumreihe, die die Grenze zu den Nordwestlichen Grundstücken der Trabener Strasse darstellt.

Links sind Schienen.

Verkehrsbelastung:

Andere warnten vor der Verkehrsbelastung. Schon jetzt sei durch den Schleichweg Auerbacher Tunnel die Fontanestrasse überbelastet. Mehr Verkehr sei einer verkehrsberuhigten Zone nicht zuzumuten.

Unattraktives Gelände:

Während Herr Krause sein Projekt anpries, als müsse er es den Anwesenden verkaufen, gab es aus dem Plenum nur warnende Stimmen. Es gibt erheblichen Leerstand im Grunewald. Wer hier herziehen möchte, findet alles zu akzeptablen Preisen, die immer noch sinken. Die hier zu erschließende Brache ist völlig unattraktiv: Lärm, Nordwestlage, verschattet zu allen Seiten, Gefahr von Baustillstand, kontaminierter Boden, Investitionsruinen, noch fehlende Vegetation. Möglicherweise wächst auf diesem vielleicht giftigen Sandboden gar nichts

Grundstückseigner:

Interessant waren die Beiträge, dass dieses Grundstück einst von der Reichsbahn (DDR) kostenlos der Bahn AG übertagen wurde und jetzt durch Umwidmung in Bauland zugunsten der Bahn AG vergoldet wird. Dabei ist der Nutzen der Bahn AG das treibende Motiv für den Bebauungsplan. Die Interessen der Anwohner haben offensichtlich Rangrücktritt. Diese Anhörung wurde von Anwesenden als Alibiveranstaltung bezeichnet. Es ist offensichtlich, dass auf dem Podium alle die Umwidmung befürworten, denn sie haben ja an der Planung mitgewirkt. Die Volksvertreter hören nicht auf die Betroffenen sondern sind Anwälte der Investoren.  Warum nur? Qui bono?

Thematisierung der Teilnehmerbeiträge
Der Blick geht nach Nordnordwest.

Wenn hier gebaut wird, dann sind die neuen Häuser auf der rechten Seite durch die Baumreihe beschattet.

Sonne ist überdies hinter dem Haus nur  am Vormittag zu erwarte,

Die Häuser auf der linken Seite haben ihr Sonnengrundstück dann nach Nordwesten. 

Sonne bis der Lärmschutz kommt. 

Links neben dem Schienenstrang (man sieht einen ICE in der Ferne) verläuft die Avus.

Sowohl Bahnlärm der S-Bahnzüge nach Potsdam und Wannsee, als auch die des Fern- und Güterverkehrs ist zu hören, und auch die Autobahn-Fahrgeräusche.

 

Es stehen noch einige Bahngebäude an der Rampe. Diese sollen lt. Herrn Krause, stehen bleiben. Sie bilden dann einen Kontrast zur geplanten Villenbebauung.

In dem anschließenden nördlichen Bereich, in Verlängerung von Gleis 17,  ist ein Supermarkt geplant.

 

Hinten links ist wieder die Auffahrt vom Bahnhofsvorplatz kommend zu sehen

Hier wird die geschichtsträchtige Auffahrt zur Abfahrt.  Links ist die denkmalgeschützte und restaurierte Hotelpension Alpina zu erkennen.

Bahnhofsvorplatz:

Überwiegend jedoch war der Widerstand gegen eine Umgestaltung des Bahnhofsvorplatzes erkennbar. Der Platz ist Kietz, er ist urban, er wird angenommen und von den Bewohnern geliebt. Hier treffen sich Wandergruppen, Touristen besuchen das Denkmal, Radfahrer machen im Bier- und Vorgarten des Restaurants Floh eine Pause, und der Floh überhaupt ist ein wesentlicher Kommunikationspunkt in diesem Stadtteil.

Auf die Frage nach dem Ablaufplan wurde dann das Entscheidende gesagt:

Sobald der Bebauungsplan beschlossen ist, wird der Platz umgebaut, der Floh plattgemacht, die Zugangsstrasse begonnen. Dann beginnt die Erschließung des Grundstücks und dann werden Investoren für die Bauten gesucht.

Sollte sich dann herausstellen, dass der Markt diese Bebauung nicht akzeptiert, dann kann leicht aus der hochwertigen Bebauung eine verdichtete Bebauung werden, mit viel mehr kleineren Wohnungen und Fahrzeugen. 

Es wurde klar erkennbar und gesagt:  Der Projektentwickler „aurelis“ macht aus der wertlosen Brache „goldenen“ Baugrund, überzeugt die Behörden für die Erstellung eines neuen Flächennutzungsplanes, erschließt und parzelliert das Grundstück. Dann werden Visionen auf  Hochglanzpapier gedruckt und Käufer für die Parzellen europaweit gesucht.   Die Käufer hingegen können mit ihrem Grundstück machen, was sie wollen, sofern die Vorgaben der GFZ eingehalten werden. Ob es dann Villen oder Doppelhäuser oder Ein-Zimmer-Apartments werden, das entscheidet letztlich nur der Bauherr. 

Erstaunlich auch das Schlusswort von Herrn Gröhler: Man solle doch froh sein, wenn jemand in Wilmersdorf investiert. Jeder Bürger würde es sich verbitten, wenn die Behörde ihm hineinredete, falls er seine Wohnung umbaut, vergrößert oder verkleinert. Jetzt aber kommt der Bürger und kritisiert die Behörde für ihre Entscheidungen. Welch eine Zumutung!

Die Planer kannten diesen Platz offensichtlich nicht aus eigenem Erleben. Herrn Haan war er persönlich sogar zuwider. "Der Platz präsentiert sich ungepflegt und konzeptionslos als Sammelsurium der Nachkriegszeit" 
( Pressebericht Welt vom 26.7.04) ,Man erwartete offensichtlich  Dank, dass den Anwohnern der Platz verschlimmbessert wird. Ihnen war nicht bekannt, dass das Toilettenhäuschen, versteckt im Grünen, nur den BVG-Fahrern vorbehalten ist, die dort eine Endhaltestelle hat. Sie berücksichtigten nicht, dass es dort einen frequentierten Bäcker, eine Drogerie (ab 2010 Pizzeria), einen Blumenverkauf gibt, wo Menschen vorfahren, Autos und Touristenbusse halten, wo sich Bahnfahrer mit ihren Abholern verabreden. Geplant ist ein steriler Platz, eine Selbstverwirklichung von Stadtarchitekten.
Ein Blick auf die Zufahrt zur         Auffahrt.

Rechts eine ebenfalls denkmalgeschützte Villa mit Stallungen

Auf die Frage nach dem Ablaufplan wurde dann das Entscheidende gesagt:

Sobald der Bebauungsplan beschlossen ist, wird der Platz umgebaut, der Floh plattgemacht, die Zugangsstrasse begonnen. Dann beginnt die Erschließung des Grundstücks und dann werden Investoren für die Bauten gesucht.

Sollte sich dann herausstellen, dass der Markt diese Bebauung nicht akzeptiert, dann kann leicht aus der hochwertigen Bebauung eine verdichtete Bebauung werden, mit viel mehr kleineren Wohnungen und Fahrzeugen. 

Es wurde klar erkennbar und gesagt:  Der Projektentwickler „aurelis“ macht aus der wertlosen Brache „goldenen“ Baugrund, überzeugt die Behörden für die Erstellung eines neuen Flächennutzungsplanes, erschließt und parzelliert das Grundstück. Dann werden Visionen auf  Hochglanzpapier gedruckt und Käufer für die Parzellen europaweit gesucht.   Die Käufer hingegen können mit ihrem Grundstück machen, was sie wollen, sofern die Vorgaben der GFZ eingehalten werden. Ob es dann Villen oder Doppelhäuser oder Ein-Zimmer-Apartments werden, das entscheidet letztlich nur der Bauherr. 

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Erstaunlich auch das Schlusswort von Herrn Gröhler: Man solle doch froh sein, wenn jemand in Wilmersdorf investiert. Jeder Bürger würde es sich verbitten, wenn die Behörde ihm hineinredete, falle er seine Wohnung umbaut, vergrößert oder verkleinert. Jetzt aber kommt der Bürger und kritisiert die Behörde für ihre Entscheidungen.

Das Schlusswort ging in Protestrufen unter.

Der gleiche Blick aus etwas größerer Entfernung

Rechts beginnt die Trabener Strasse.

Links ist eine große Mittelinsel, die als kleiner Park gestaltet ist. Dahinter befindet sich die Endhaltestelle des A 199.

Rechts hinten das Lokal "Floh".  Mag es auch von außen wie eine Holzhütte aussehen, so ist dieses seit mehr als 25 Jahren ein beliebter Treffpunkt vieler Grunewalder aus allen Bevölkerungsschichten.

Es hat eine anspruchsvolle rustikale Küche und als Speiserestaurant etabliert.

Insbesondere im Sommer, wenn der Biergarten geöffnet ist, ist dieses Lokal ein geschätzter Rastpunkt für Radfahrer und Spaziergänger des nahegelegenen Grunewaldes.

Die Mittelinsel vor dem Floh ist ebenfalls ein Mahnmahl, dass die Eisenbahner nach dem Krieg selber hinlegten Dort liegen die Original-Schwellen des Gleis 17, worauf eine verschwundene Messingtafel hinwies.

Das ist der Blick vom Werkstättenweg in Richtung S-Bahnhof.  Der Zug steht etwa dort, wo zuvor der ICE zu sehen war. Links verlaufen zwei Schienenstränge, nur noch ca. 100 m von der Bebauung Trabener Str. entfernt. Hier werden nach der Fertigstellung des Hauptbahnhofs die Regionalzüge in die Innenstadt fahren. Eine Elektrifizierung ist vorgesehen.
Starkstromleitungen in unmittelbarer Nähe von Wohnbauten.

An dieser Stelle liegt etwa auch der Bauhof, der als Einfahrt zu der neuen Bebauung vorgesehen ist.

Als Wohngebiet erscheint dieses Gelände aufgrund der Nähe zur Bahn unattraktiv. 

Empfehlung: Man möge aber bitte die nachfolgende Beschreibung für Investoren mit den Bildern vergleichen.

Informationen zum Projekt Berlin-Grunewald erhalten Sie auch auf der EXPO REAL: Bitte kommen Sie zu aurelis an den Zentralstand,

Wie die Vermarktung erfolgt, ist den nachstehenden Auszügen aus der „aurelis“ Werbung zu entnehmen.  
Wenn also Herr
Mörsdorf das Areal noch nicht gesehen hat, dann hat er wahrscheinlich der Beschreibung seiner Werbeagentur geglaubt:

Die Wohnlage verbindet Luxus, Urbanität und einen hohen Erholungswert.

In bester Lage von Berlin* entsteht im Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf ein neues, exklusives Wohnquartier: Mitten im beliebten Grunewald, umgeben von üppigem Grün**, nahe den zahlreichen Seen wird die im 19. Jahrhundert gegründete Villensiedlung Grunewald erweitert. Auf einer Fläche von ca. 89.000 qm ist eine hochwertige Villen-, Einfamilien- und Doppelhausbebauung geplant, die sich harmonisch in den großzügigen und teilweise historischen Gebäudebestand einfügt***. Das städtebauliche Leitbild führt auf zeitgenössische Art die typischen Elemente des Stadtteils fort und schafft so „ein Stück mehr Grunewald.

Beschattet von den imposanten alten Bäumen der Allee****  wähnt man sich weit weg von der Stadt*****. Tatsächlich ist das Zentrum der City West, der weltberühmte Kurfürstendamm, nur wenige Fahrminuten entfernt.

Diese Wohnlage kommt Kurt Tucholskys Vorstellung vom Ideal vermutlich am nächsten, als er dichtete: „Ja, das möchtste: eine Villa im Grünen mit großer Terrasse, vorn die Ostsee, hinten die Friedrichstraße…“ Im Grunewald wird zwar die Ostsee zum Diana- oder Halensee und die Friedrichstraße zum Kurfürstendamm. Weniger reizvoll wird die Lage dadurch sicher nicht.

Gut erreichbar mit allen Verkehrsmitteln    Die Grundstücke werden – wie es für das Gebiet charakteristisch ist – durch eine Allee erschlossen. Sie beginnt am Vorplatz des S-Bahnhofs Grunewald und verläuft zunächst parallel zur Trabener Straße bis sie am östlichen Teil des Areals in die Trabener Straße mündet. Über die Königsallee sind das Autobahndreieck Funkturm der Stadtautobahnen A 100 und A 115 (AVUS) sowie der Kurfürsten­damm bequem und zügig erreichbar. Der Anschluss mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist durch den S-Bahnhof Grunewald und durch verschiedene Buslinien optimal gewährleistet.

Planungsrecht in Vorbereitung  Das Planungsrecht soll bis Sommer 2005 geschaffen sein. Parallel laufen die Vorbereitungen zur Erschließung, so dass die Arbeiten beginnen können, sobald die rechtlichen Voraussetzungen gegeben sind.

Informationen zum Projekt Berlin-Grunewald erhalten Sie auch auf der EXPO REAL: Bitte kommen Sie zu aurelis an den Zentralstand.

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Hinsichtlich der Kontaminierung sind Gutachten erforderlich. Wer möchte schon gern auf vergiftetem Boden bauen, selbst wenn zugesagt wird, dass durch die Bodenarbeiten dieser entfernt wurde. Wer würde informiert dort  teures Eigentum kaufen?

Diese Problematik ist derzeit in Heidelberg thematisiert:  
Klicken Sie bitte auf nachfolgende Links

http://www.oedp-heidelberg.de/aktuelles/aktuelles.htm?/aktuelles/p_041204.htm

http://www.oedp-heidelberg.de/aktuelles/aktuelles.htm?/aktuelles/p_041204.htm

Noch eine offene Frage:  Die Gfz für den Ortsteil Grunewald liegt bei 0,4. Dennoch  ist das Bezirksamt bereit,  eine Gfz von 0,5 zu genehmigen. Das benachteiligt die Eigentümer in der angrenzenden Trabener Strasse.

Vieles passt nicht zusammen und muss hinterfragt werden:: 
Einerseits wirbt der Projektentwickler wie folgt: "Auf einer Fläche von ca. 89.000 qm ist eine hochwertige Villen-, Einfamilien- und Doppelhausbebauung geplant, die sich harmonisch in den großzügigen und teilweise historischen Gebäudebestand einfügt,"  zugleich wird aber eine dichtere Bebauung als den Nachbarn genehmigt beantragt. 

Ein klarer Widerspruch zur prospektierten Ankündigung:  "Das städtebauliche Leitbild führt auf zeitgenössische Art die typischen Elemente des Stadtteils fort und schafft so „ein Stück mehr Grunewald. "

frei, aber zutreffender nach Tucholsky:

"Ja - det kriegste:
ein Haus mit Terrasse
vorne der Lärmwall
wegen der Stadtbahntrasse
und vom Oberjeschoss
kannste die Avus sehn
ja- so wohnste schön"

Sternchen-Anmerkungen:

  • * Am Bahngleis, neben der Autobahn, hinter Schallschutzwänden
  • **  seit Jahren war das Bahngelände mit Pestiziden bespritzt. Das konzidierte selbst Herr Krause. Darauf plant man jetzt Rasenflächen als Spielplatz und Aufenthaltsort für Kinder und Erwachsene.
  • ***Diese Allee gibt es noch nicht. Die Bäume werden erst nach 40 Jahren „Alte Bäume“ sein.
  •  ****Es gibt kein Einfügen, denn  es gibt nur eine ca. 1000 m lange Nordwestseite und eine gleichlange Südostseite zu bebauten Trabener Strasse. Zu dieser Bebauung ist ebenfalls ein Wall neben dem bereits bestehenden Grüngürtel als Abgrenzung geplant. Diese Ansiedlung ist ein völlig isolierter neuer Ortsteil, der mit „Grunewald“   irreführend bezeichnet, d.h. ein Etikettenschwindel ist. Weder mit Historie, Bebauung, Begrünung oder Wohnqualität ist ein Vergleich akzeptabel..
  • ***** Tatsächlich hört man den Bahnverkehr und die Avus. Hinter dem 7 m hohen Schallschutzwall ist eine Ausbesserungswerkstatt der Bahn. Man darf auch Häuser nicht höher als 17 Meter bauen. Nicht aus ästhetischen  Gründen, sondern weil man ab der dritten Etage keine Wohnräume mehr bauen darf, ohne sie schallisoliert zu bauen.

 

Zusammenfassung:  
Die Strasse geht von Südosten nach Nordwesten. Die Grundstücke nach Nordwesten, also mit später Sonne, haben hinter ihrem Haus den Schallschutzwall, der ihnen frühzeitig die Abendsonne nimmt. 

Die Grundstücke im Südosten werden auf ihrer Rückseite von hohen Bäumen der Nachbargrundstücke beschattet.

 

Persönliche Anmerkungen:

Wenn man bebauen will, dann kann man auch ein Grundstück in der Trabener Strasse erwerben, und dort eine Zufahrt errichten.  

http://www.immowelt.de/immobilien/IS_ObjDetail.asp?ID=1252295&b=2

(Hinweis 2011: Die Grundstücke Trabener Str. sind bereits als Zufahrten zum Baugrundstück ausgebaut. Das Grundstück ist erschlossen, es gibt eine fertige Straße und die Grundstücke werden vermarktet.)
siehe auch : http://www.grunewaldvilla.de/ )


Dieses Haus ist seit vielen Monaten auf dem Markt. Man erkennt daran, welcher Nachfragedruck in dieser Gegend besteht.  Es soll 490.000 Euro kosten, also ungefähr der Preis einer 100 qm großen ET-Wohnung, wie sie auf dem dahinter liegenden Bahngelände gebaut werden soll.

Aber auch nach Nordosten hin wäre ein Zufahrt zur Halenseestrasse denkbar. Diese würde  über Bahngelände führen, keine Wohngegend beeinträchtigen und direkt den Rathenauplatz erreichen. Man muss allerdings dafür zwei Schienenstränge queren. Da eine Böschung als Abgrenzung zum Baugebiet aufgeschüttet werden soll, wäre auch eine Brücke zum Werkstattweg denkbar, wodurch eine hervorragende Anbindung zur Stadtautobahn gegeben wäre. 

Es besteht die Gefahr, dass  durch den vorschnellen Abriss des Lokals Floh die Zerstörung des Platzes unwiderruflich ist. Was ist wenn den Investoren das Geld vorzeitig ausgeht? . Dann stehen dort möglicherweise - wie am Juliusturm - über Jahre Bauruinen, die Gegend verslummt, die frühen Käufer fühlen sich betrogen.

Es ist zweifelhaft, ob sich für eine derart schlechte Baulage genügend Interessenten finden. Insbesondere wenn man nach weiteren zehn Avus-Minuten bereits im Speckgürtel Berlins ist, wo es Bauland zu erheblich günstigeren Preisen in Hülle und Fülle gibt.

Es gibt keinen nachvollziehbaren Grund, an dieser Stelle eine derart einschneidende Veränderung im bestehenden Bebauungsplan vorzunehmen.

Wir müssen hinterfragen: Wer hat das genehmigt? Wer zieht in der Verwaltung Nutzen daraus? Ist dieser Nutzen so groß, dass sich selbst Politiker über den klar erkennbaren Willen fast aller Anwohner hinwegsetzen? 

Fazit:    Es gibt eine Bürgerinitiative

Wenn die Bahn ihr Grundstück bebauen will, dann soll sie es tun, ohne die Lebensqualität der bisherigen Anwohner zu beschädigen. Sie kann das Grundstück vom Werkstättenweg aus befahrbar machen.  Ein Brücke kann nicht teurer sein, als ein Platzumbau.  Dann ist das Grundstück noch verkehrsgünstiger.

Eines ist aber allen klar, die das Areal kennen: Das Grundstück entspricht keineswegs den Erwartungen, die in vermeintlichen Kauferschichten geweckt werden sollen. Die Bahn AG und die WestLB, beides gehört dem Staat und daher uns allen. Wir alle sind also mittelbare Mittäter an einem Prospektbetrug, (Beschattet von den imposanten alten Bäumen der Allee  wähnt man sich weit weg von der Stadt) denn das Grundstück wird von der aurelis verfälscht beschrieben. Betrachten wir uns als Aufsichtsrat im Unternehmen "Staat", weil die gewählten Lokalpolitiker diese Aufgabe nicht im Sinne ihres Mandats wahrnehmen. 

Dennoch und schade, realistisch müssen wir einsehen, dass Bauerfängerei in der Werbung Zeitgeist ist. Wir sind ja nicht blöd. Wir können den potentiellen Käufern von Wohnungseigentum somit nur zurufen: "Lasst Euch nicht verarschen."

Die Bebauung werden wir vielleicht nicht verhindern können. Wohl aber lohnt es sich, der Zerstörung urbanen Lebens durch den vorauseilenden Platzumbau entgegen zu treten. Die Anwohner und weit gestreuten Freunde des Bahnhofsvorplatzes werden sich gegen die Umgestaltung dieses Platzes wehren. 

Noch hoffen wir, dass Herr Gröhler es ernst meinte, wenn er von noch ausstehenden Entscheidungen, von Vorgesprächen und Einbeziehung der Anwohner sprach.  Wir hoffen, er hat wahrgenommen, dass er nicht das Mandat hat, sich gegen den Willen der Betroffenen zu stellen.  

Es gibt kein übergeordnetes Interesse. Denken wir an sein oben erwähntes Schlusswort. Für die Anwohner ist ein Kietzplatz so etwas wie deren Gemeinschaftsraum bzw. Wohnung. Man sieht ihn täglich und hält sich dort mitunter auf.  Diesen Raum  wollen wir bitteschön selber gestalten und uns unseren Lebensstil nicht von der Behörde vorschreiben lassen. Die Behördenvertreter und die der anwesenden Parteien sollten zu Kenntnis genommen haben, dass von den befragten und zahlreich erschienenen Bürgern niemand den Umbau befürwortete.

Herr Gröhler und die befürwortenden Parteien werden für eine Platzzerstörung politisch die Verantwortung tragen müssen. 

Die Wahl 2006 steht vor der Tür. Im Ortsteil Grunewald wird jeder wissen, wer für und wer gegen den Umbau dieses historischen Platzes gewesen ist. 

 

Auf der einen Seite gibt es die Bahn AG und deren Projektgesellschaft. Beide wollen  durch Umwidmung ehemals wertlose Immobilien vergolden. Auf der anderen Seite gibt es Anwohner, denen der vertraute Kietz zerstört wird.  Die gewählten Volksvertreter nehmen dabei nicht Partei für ihre Wähler, sondern stellen sich auf die Seite der Investoren.

Es herrscht die Befürchtung, dass  durch Eliminierung des Lokals Floh und durch die Vorwegnahme der Umgestaltung des Bahnhofsvorplatzes unumkehrbare Bedingungen geschaffen werden, die den Platz veröden und dadurch die Resignation des Bürgerprotestes erhofft wird.

Kosten – so Herr Latour – entstehen dem Land Berlin nicht. Die Baumaßnahmen finanziert die „aurelis“ .

Wollen wir das glauben, dass der gesamte Platzumbau keine Steuergelder kostet? 

Was ist übrigens mit dem Reitstall Wallenhauer? Sind es nicht auch die Reiter, die diesem Platz den Flair geben, den wir zu erhalten wünschen? Ist für die Pferde dann noch Platz im fließenden Verkehr? 

Ein Nutzen für den Ortsteil oder auch für die Öffentliche Hand ist nicht erkennbar. Auch  gibt es weder Wohnungsnot, noch verstärkte Nachfrage.

Alle  haben auch registriert, dass Herr Gröhler versicherte, es seien  noch keine Entscheidung getroffen.  Möge er doch dem Volk aufs Maul schauen.
In einer Email wurde auf weitere Bürgerinitiativen hingewiesen, bei denen oft die Bahn aber auch die Machtlosigkeit der Bezirksparlamente erwähnt wird. 
 
alternativer Vorschlag 
#1:   Parzellierung zu einer Kleingartenkolonie
, nachdem man die Bodenverträglichkeit begutachtet hat. Pro Parzelle ca. 300 qm abzgl. der Verkehrsflächen. Damit könnten ca. 250 Familien ein grünes Refugium erhalten, der Boden würde kultiviert und eine Beeinträchtigung der Anwohner wäre gering. Die Organisation würde einem bestehenden Verein übertragen.
Der pekuniäre Vorteil für die Bahn wäre zwar geringer, aber ca. 1000 Menschen (incl. Oma) aus nahe gelegenen innerstädtischen Miethäusern  hätten einen Garten. 

Somit könnte auch der teuere Schutzwall zur Bahn entfallen. Und ein Platzumbau am S-Bahnhof wäre nicht notwendig.

# 2:  eine begrünte Freifläche mit öffentlichen Tennisplätzen, Übungsbahnen für Skater und Rollerblader (ehemals Rollschuhe) und sonstigen freizeitsportlichen, aber privat bewirtschafteten Einrichtungen, u.a. auch Pitch- und Putting Übungsplätzen für Golfer. Oder/und  Minigolf.  Mit Sommergastronomie. Es gibt zwar Tennisplätze in der Umgebung, die sind aber teueren Vereinen vorbehalten. Für das spontane vereinsfreie Spiel gibt es nur wenige Plätze im Bezirk. 

(Rechnet sich ebenfalls nicht für die Bahn AG, aber viele Jugendliche wüssten nun, wo sie sich in ihrer Freizeit betätigen können )

# 3:  Die Brache aufforsten und dafür der Bahn ein attraktiveres Waldgrundstück zur Verfügung stellen, z.B. ehemaliges Sägewerk Königsallee,  den oberen Hang gegenüber des Tennisstadions von Rot-Weiss am Hundekehlensee,  Hüttenweg,  Baumschule Westend usw.

Tausch: alte Bäume gegen Neuaufforstung - mit Wertausgleich. 
Dieses Gelände könnte ein wunderschönes begrüntes  Freigelände werden. Liegewiese zum Sonnenbaden, für Freizeitkicker.
Was schulden wir der Bahn? Müssen wir ihren alten Gleiskörper vergolden und dafür einen gewachsenen Ortsteil wesentlich beschädigen?  

Wer ist die Bahn AG eigentlich?

Am 24.1. hat sich FDP Fraktion unter Leitung von Prof. Dittberner im Rathaus CH-WI  mit dem Thema S-Bahnhof Vorplatz befasst. 

Die FDP Fraktion CH-WI lehnt diese Bebauungspläne ab. 

Zum einen hat die Bewahrung der Gedenkstätte einen hohen Stellenwert, 

zum anderen ist der Wille der Anwohner wesentlich. Denn schließlich ist eine Bürgerbefragung ausdrücklich vorgesehen.

Auch das wurde erwähnt: Auch sollte man den potentiellen Käufern das Grundstück korrekt beschreiben, damit der realistisch erzielbare Marktpreis in die Berechnungen einfließt. Andernfalls rechnet man sich die Brache schön, baut irreversibel um und hat dann eine Investitionsruine. 

FDP-Presseerklärung vom 25.1.2005:

Keine Bebauung am Mahnmal Güterbahnhof Grunewald

 

Hinweis: Treffpunkt der Ortsbesichtigung i
ist jetzt 16.00 Uhr, am Sonntag, dem 30.1.2004,
 um noch bei Tageslicht was zu sehen.

29.1.2005
Wenn Sie diesen Bebauungsplan verhindern, dann müssen Sie auch persönlich Ihr Bürgerrecht wahrnehmen.
  

Bis zum 4.2.05 liegt noch der Bebauungsplan im Rathaus aus. Gehen Sie hin und/oder  schreiben Sie an das Bezirksamt.  

Einen Musterbriefentwurf finden Sie nebenstehend.    

Das könnten Sie schreiben 
oder kopieren Sie sich den Text in Ihre Textverarbeitung, 
verändern ihn individuell
und schicken Sie ihn per Post, per Fax  oder notfalls auch per Email an den Stadtrat.

hier klicken:  Schreiben an
Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf

Roger Boyes, The Times
hat seinen Terrier wieder weiß gewaschen und dann einen bemerkenswerten Artikel im Tagesspiegel vom 29.1.2005 veröffentlicht.  Insbesondere sollte man über die Rolle der Bahn nachdenken. Sie spielte ein eine maßgebende Rolle als die "Räder rollten für den Sieg". 

Jetzt ist es die Bahn AG, die unsensibel verdrängt. Wenn das Gleis 17 erst einmal verbaut ist, wird auch die Erinnerung verblassen. Irgendwann passt das Mahnmahl auch nicht zu den Neubauten.

lesenswert, aber nicht mehr kostenlos abrufbar:
http://archiv.tagesspiegel.de/archiv/29.01.2005/1617621.asp

Wir denken immer Vermarktung entspricht dem Zeitgeist. Ja und Nein, sie entspricht dem menschlichen Wesen und das ist zeitlos. 

Berthold Brecht benannte es zutreffend in der  Dreigroschenoper: "Erst kommt das Fressen (Geld ), dann die Moral"

Am 30.1.2005, ein zufällig auch historisch passendes Datum, fand die Ortsbesichtigung durch die BVV-FDP-Fraktion und anderer Interessierter statt, u.a. fanden sich ein: Prof. Dittberner (FDP Fraktionsvorsitzender in der Bezirksverordnetenversammlung CH-WI)  mit Ehefrau, Corinna Holländer (BVV), Björn Jotzo (BVV), Uwe Braun, Christoph Meyer MdA, Alexander Ritzmann MdA, Wolfgang Weuthen, Otto Hoffmann mit seinen beiden zukünftigen Julis.

wer mehr wissen möchte: http://www.liberalis.de/Bezirkspolitik/BVV-Fraktion/

Insgesamt waren ca. 50 Personen anwesend. (Wenngleich im Pulk nur ca. 25 zu vermuten sind) Unerwartet aber couragiert gab sich der Projektentwickler, Herr Jens Krause  (mittleres Bild mit rotem Schal neben Dirk Heinisch) , zu erkennen (Er möge verzeihen, wenn hier verraten wird, dass sein Spitzname als Führungskraft in der alten West-Berliner Bauverwaltung seinerzeit Sause-Krause – für Sturm und Drang - gewesen ist. Vielleicht erkennt ihn nun mancher Leser wieder.) und erläuterte seinen Standpunkt. Er beantwortete eloquent auch Fragen. Wenngleich er die Betroffenen nicht überzeugen konnte, so sei positiv angemerkt, dass sein Auftreten inmitten von Skeptikern imponierte.

Dennoch, die herrschende Meinung – auch die der anwesenden FDP Mitglieder - ist auch danach gewesen, dass dieses Mahnmahl und der Platz unangetastet bleiben müssen. Insbesondere auch deswegen, dass vielleicht ein Holocaust Denkmal in der Innenstadt eine sinnbildliche Bedeutung haben mag. Dieser Platz hingegen ist authentisch: Der Vorplatz, die Auffahrt, die Rampe, die Schienen – sie alle könnten erzählen. Sie waren dabei. Das mit Stadtvillen zu verfremden wäre ein Frevel.

Darum muss es so erhalten bleiben. Manche haben den Artikel von Roger Boyes, dem Berliner Korrespondenten der Londoner Times, vom 29.1.05 im Tagesspiegel gelesen.

Lesenswert: http://archiv.tagesspiegel.de/archiv/29.01.2005/1617621.asp

Jetzt erfährt es auch internationale Beachtung, wie die Bahn AG mit ihrer Vergangenheit umgeht.

Bis zum 4.2. liegen im Rathaus CH-WI die neuen Pläne aus und Widerspruch ist möglich.

Wer  dem Stadtrat Gröhler mitteilen möchte, dass dieser Bebauungsplan nicht dem Bürgerwillen entspricht, den klicke bitte hier:

Vorschlag für Schreiben an das
Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf



mfg
e.d.

 

Frau  Haas kommentiert am 31.1.05 den  zu dem erwarteten Verkehr:

10 ha = 10.000 qm, 75 % davon bebaut, nur 25 % Straßenland etc. ergeben 705.000 qm bebaubare Fläche bei einer GFZ von 0,5 ergeben sich ca. 35.000 qm Bruttowohnfläche. Das entspricht bei 200 Einheiten einer qm-Größe von 205,88 qm brutto.

Was wäre nun, wenn die Wohneinheiten nicht 206 qm brutto oder 180 qm netto, nur 90 qm groß sind und die Einheiten täglich mindestens 2 mal pro Person angefahren werden? Also ca. 400 Einheiten mal 4 = mindestens 1.600 Fahrten!

Bei dem wahrscheinlicheren Fall, dass  3 mal täglich die Wohnung angefahren wird (Frau und Kinder) 2.400 Fahrten usw.

 Ich halte 25% Straßenland für vergleichsweise viel. Bei der Umrechnung von Bruttofläche auf Nettofläche kann man mit gut 90% rechnen, da es sehr viele Ausnahmen gibt (z.B. Hobbyräume im Untergeschoss, Nichtanrechnung der Terrassen, geringere Anrechnung der ausgebauten Dachgeschosse).

Anmerkung: Genau das ist die Befürchtung der Anwohner. Da sich in dieser  Lage große teure Wohnungen sicher schlecht verkaufen lassen, werden vielleicht kleine Wohneinheiten gebaut. Das entscheidet dann der Grundstückskäufer. Der ist nicht an die Vorstellungen des Projektentwicklers gebunden.

Es entstehen dann möglicherweise  ganz andere Bevölkerungsstrukturen, als es sich das Bezirksamt vorgestellt hat.

 

Desgleichen bitte ich um eine Nachricht per Mail, wenn Sie konstruktive Vorschläge haben, wie das Gelände anderweitig genutzt werden könnt. Letztlich gehört es ja noch dem Bürger.

Diese Vorschläge müssen auf dem ersten Blick nicht immer rechenbar sein. Nennen wir es brainstorming. Einfach mal eine Wunschliste erstellen. Vielleicht wird daraus ein Mosaik, das ein neues Bild ergibt.
Stand der Dinge vom:  1.2.2005           

Diese  Seite lebt (mitunter), schauen Sie regelmäßig mal rein,  
Fortsetzung folgt...

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allerdings mit Beratung, z.B. auch Flüge mit Air Berlin  

 

Diesen Beitrag gestaltet verantwortlich:

Egon Dobat, c/o ATS, Kurfürstendamm 132, 10711 Berlin, Tel. 030-896 996 10, eMail: ed@ats.de

Sollten inhaltliche Fehler oder ungerechtfertigte Polemik enthalten sein, oder wenn Sie Ihre Meinung einfließen lassen möchten, bitte ich um eine Mail.

Es mag auch sein, dass zwischenzeitlich einige Linkinhalte auf den  Zielseiten verändert wurden. Soweit auf Links verwiesen wird, ist für den Inhalt der Besitzer jener Seiten verantwortlich.

Am Dienstag, dem 1.2.2005 war Ulli Zelle mit der Berliner Abendschau  live und vor Ort . 

anbei einige Eindrücke.         


         

 

Es gibt eine neue Initiative von Anwohnern im Bereich Erdener Straße.      Wenn Sie sich mit einbringen wollen, kontaktieren Sie bitte die Initiatoren:    Bei Interesse bitte ausgefüllt zurück an-                    Stand August 2005  Info: Bebauung auf dem Gelände des Güterbahnhofs Grunewal
 
Wir haben jetzt Juni 2008 und es hat sich manches getan:

Aurelis ist dabei, das Gelände zu erschließen. Am Ende der Trabener Straße (Wendehammer am Halensee) wurde eine Baustraße zur Halenseestraße gebaut. Zugleich wurde ein schon sehr betagter umfangreicher Baumbestand am nordöstlichen Baugelände gerodet, um den Zugang zum Grundstück zu erlauben. 

Hinter der ehemals ruhigen Trabener Straße herrscht nun reger Baubetrieb. In einer Versammlung versuchte Aurelis die Maßnahmen den Anwohnern zu erklären. Offensichtlich gab es keinen signifikanten Widerstand aus den Reihen der Betroffenen. Vor 2009 wird wohl nicht mit einer Bebauung der Parzellen angefangen werden können.

Das Haus Trabener Str. 35 ist auch abgerissen und nunmehr wird auch dort die Zugangsstraße entstehen. 

Aurelis vermarktet das Gelände jetzt auf folgender Webseite:

http://www.grunewald-villen.de

Dazu ein Hinweis:  Es gibt keine Allee auf dem Grundstück, bei der teilweise "alter Baumbestand" eingebunden wird. Es gibt nur auf der nordöstlichen Seite zu den bisherig bebauten Grundstücken an der Trabener Straße noch wilden Baumbestand aus der Zeit des Güterbahnhofs. Es ist allen Interessenten nur wärmstens zu  empfehlen, die Web-Darstellung mit der Wirklichkeit zu vergleichen.

Dieses Gelände gehört nicht bebaut. Niemand braucht eine derartig von Lärm belastete Wohnlage. Die Verkehrsanbindung ist denkbar schlecht. Unter 1000 Meter ist kaum ein Bus oder eine S-Bahn zu erreichen.

Es gab nur einen Grund der Erschließung dieses Geländes: Die Bahn macht aus Rangiergleisen Bauland und bewirbt es dann als allerbeste Lage. Das schönt die Bilanz. Und der Stadtrat Gröhler (CDU) macht noch die Galionsfigur:  

hier ist nachzulesen:    http://www.grunewald-villen.de/bezirk.html

Der Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf hat das Projekt Grunewald Villa von Anfang an unterstützt und einen wesentlichen Beitrag zu seinem Gelingen geleistet.

„In dieser großartigen Umgebung und in Nachbarschaft zum Forst Grunewald neuen Platz für den zeitgemäßen Traum vom eigenen Haus zu schaffen, ist eine große Chance und eine Verpflichtung zugleich. aurelis hat 2004 mit der Entwicklung einer neuen Wohnstraße begonnen, die hier – parallel zur Trabener Straße – das altehrwürdige Villenquartier erweitern und damit »ein Stück mehr Grunewald« schaffen wird. Grunewald war immer eine der ersten Berliner Adressen, und das »Projekt Grunewald Villa« wird die vielfältigen Facetten einer der schönsten städtischen Wohnanlagen Deutschlands gut ergänzen.“

Klaus-Dieter Gröhler
Stellvertretender Bezirksbürgermeister
und Bezirksstadtrat für Bauwesen
Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf von Berlin

Übrigens: Der Floh hat seit September 07 eine neue Bewirtschaftung und funktioniert dank übernommenem Personal und guter neuer Kräfte wie eh und je. Der Vorplatz vom S-Bahnhof Grunewald ist auf dieser Seite unverändert und das Mahnmal ist unbeeinträchtigt durch die Baumaßnahmen.

Hoffen wir, dass nicht das rigorose Rauchverbot in Kneipen  nunmehr die kleinen Gaststätten gefährdet. 

Die persönliche Freiheit und Selbstbestimmung wird uns von dieser Regierung scheibchenweise aber unerbittlich genommen. Neue Leute mit Visionen braucht das Land.

 
Es ist jetzt Februar 2011:

Das Baugelände ist  fertig erschlossen. Fairerweise muss konzidiert werden, dass das Geländemit neuer Straße, geschmackvollen Laternen und begrüntem Wall  einen ansprechenden Eindruck macht. 

Dennoch, die Lage ist immer noch in Geräuschweite von AVUS und Bahn. Man spricht  von Preisen von 550-650 Euro pro qm. Wir sind alle gespannt, ob sich da ein Investor hintraut. Und wenn ja, den Anwohnern droht eine jahrlelange Baustelle, wenn Parzelle nach Parzelle verkauft und bebaut wird. 

Gegenwärtig freuen sich Hundebesitzer und Eltern, die den Kindern das Radfahren beibringen wollen. Eine herrlich sonnige Spielstraße mit Hundeauslauf und Freiflächen.

Schaun wir mal...

 

 

 

 
 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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